Worum geht’s

Assistierter Suizid – auch Freitodbegleitung genannt – ist in Deutschland legal. Aktuell wird jedoch in mehreren Bundestagsfraktionen über eine neue gesetzliche Regelung diskutiert. Wir möchten das Recht auf Selbstbestimmung am Lebensende verteidigen und benötigen Ihre Unterstützung!
Unterstützen
Sie haben die Möglichkeit, Abgeordnete gezielt auf mögliche Folgen einer neuen gesetzlichen Regelung aufmerksam zu machen. Klicken Sie unten, um den/die Abgeordnete:n Ihres Wahlkreises zu finden und eine der beiden vorformulierten E-Mails an diese:n zu verschicken. Damit unterstützen Sie den
offenen Brief der 60.000.
Über die DGHS
Initiator dieser Seite ist die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS). Die DGHS ist eine Bürgerrechts- und Patientenschutzorganisation mit mehr als 70.000 Mitgliedern und setzt sich seit über 45 Jahren für Selbstbestimmung im Leben und am Lebensende ein.
Unser Schutzkonzept
Weil es mein Leben ist – 7 Erfahrungsberichte
Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) e. V.
E-Mail frage(at)humanes-sterben.info
Telefon 030/21 22 23 37-0
Adresse
Mühlenstraße 20
10243 Berlin
DGHS Webseite




















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Rolf-Dieter Krause: Die Freiheit zu sterben
Mit seinem zugespitzten Meinungsbeitrag „Was hat der Staat hier zu suchen?“ beteiligt sich der Journalist und ehemalige ARD-Studioleiter Rolf-Dieter Krause an der aktuellen Debatte über den assistierten Suizid.
Vorurteil: „Wer Palliativmedizin kennt, braucht keine Suizidhilfe."
Palliativmedizin ist unverzichtbar. Aber nicht jeder Mensch wünscht sich eine palliative Behandlung, einige entscheiden sich für eine Freitodbegleitung. Beides ist legitim. Beides soll möglich bleiben.
Vorurteil: „Suizidhilfe ist doch nur was für todkranke Menschen."
Viele denken: Wer eine Freitodbegleitung in Anspruch nimmt, muss todkrank sein. Das stimmt aber nicht. Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben ist Teil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts.
Was kostet eine Freitodbegleitung?
Die DGHS verdient an der Freitodbegleitung kein Geld. Wird eine Freitodbegleitung vermittelt, entstehen Kosten für ärztliche Gespräche, juristische Prüfungen, Protokolle, Anfahrten sowie die Begleitung selbst.
Ist eine Freitodbegleitung bei Demenz möglich?
Die Antwort hängt davon ab, ob die betroffene Person noch urteils- und entscheidungsfähig ist und freiverantwortlich entscheiden kann.
Sind Freitodbegleitungen nur bei schwerer Krankheit möglich?
Viele Menschen glauben das. Tatsächlich ist eine schwere Krankheit jedoch keine notwendige Voraussetzung für eine Freitodbegleitung.
Was heißt selbstbestimmt sterben?
Selbstbestimmung am Lebensende setzt Wissen voraus. Nur wer seine Möglichkeiten kennt, kann Entscheidungen treffen, die wirklich zu den eigenen Wünschen und Vorstellungen passen.
Vorurteil: „Die verdienen doch am Tod anderer Menschen."
Die DGHS ist ein gemeinnütziger Verein ohne Gewinnerzielungsabsicht. Sie vermittelt Freitodbegleitungen, führt sie aber nicht selbst durch und erzielt daraus keine Einnahmen.
Vodcast „Klug & Tod“
Alle Folgen sehen
Neuer Vodcast: „Klug & Tod"
Der Videopodcast „Klug & Tod” öffnet den Dialog über Themen, die oft tabuisiert werden. Johanna Klug führt mit klarer, emotional nahbarer Sprache durch Gespräche, die neue Perspektiven ermöglichen. Neue Folgen erscheinen alle zwei Wochen.
Folge 10: Birte Viermann: Warum wählen junge ME/CFS-Betroffene den Freitod?
In dieser Folge spricht Johanna Klug mit Birte Viermann, Psychologin und Somatic Coach. Ihre ältere Schwester Silja hatte ME/CFS und sich für einen assistierten Suizid entschieden, den ihr die DGHS ermöglicht hat. Birte erzählt, wie Silja durch die noch viel zu wenig erforschte Krankheit Schritt für Schritt verschwunden ist: bettlägerig, nur noch per SMS kommunizierend, Berührung war Überreizung.
Folge 9: Paulina Krasa: Was fasziniert uns so am Tod anderer?
In dieser Folge spricht Johanna Klug mit Paulina Krasa, Journalistin und Betreiberin des True-Crime-Podcasts „Mordlust". Paulina kommt direkt aus dem Gerichtssaal zu diesem Gespräch – aus dem Prozess gegen einen Palliativmediziner, der bis zu 93 Menschen getötet haben soll. Ein Gespräch über Faszination, Verantwortung, Selbstbestimmung – und die Frage, warum wir Mord ins Detail sezieren und über unseren eigenen Tod schweigen.
Folge 8: Kat Eryn Rubik: Ist Sterben die schönste Form des Loslassens?
In dieser Folge spricht Johanna Klug mit Kat Eryn Rubik, Schriftstellerin, Fotografin, Musikerin, Komponistin – und eine Frau, die selbst sagt: „Ich spreche sehr gerne über den Tod. Und sehr viel." Ein Gespräch über Verwandlung, Selbstbestimmung, Trauer – und die Sprache, in der der Tod zu uns spricht, wenn wir nur genau hinhören.
Folge 7: Bodo Wartke: Kann der Tod eine Erleichterung sein?
In dieser Folge spricht Johanna Klug mit Bodo Wartke. Der bekannteste musikalische Komiker Deutschlands ist mit Zungenbrechern und Wortwitz („Barbaras Rhabarberbar") sehr bekannt geworden, hat aber auch eine ernsthafte Seite. Hier erzählt er u. a. über die vielen Verluste, die er erleben musste, und über seine Schwester Christine, die einen Monat und einen Tag alt wurde.
Folge 6: Maike Schöfer: Bleibt Gott auch beim assistierten Suizid?
In dieser Folge spricht Johanna Klug mit Maike Schöfer, queere Pfarrerin in Berlin Adlershof. Maike erzählt von ihrem ungewöhnlichen Weg ins Pfarramt, darüber, was passiert, wenn sie ans Sterbebett gerufen wird, und warum sie als Pfarrerin auch Menschen begleitet und beerdigt, die sich für einen assistierten Suizid entscheiden.
Folge 5: Elisa Klinkenberg: Wie überlebt man das Leben gut?
In dieser Folge spricht Johanna Klug mit Elisa Klinkenberg: Künstlerin, Autorin und ehemalige Profi-Tennisspielerin. Elisa erzählt, wie sie ihre Großmutter in ihren letzten Stunden begleitet hat, warum sich Trauer manchmal anfühlt, als würden die Zahnräder der Zeit nicht mehr ineinandergreifen und was wirklich hilft, wenn jemand trauert. Ein Gespräch über Abschiede, die mitten im Leben passieren und darüber, was es heißt, das eigene Leben gut zu überleben.